WETTBEWERB I – Obsessionen –
Donnerstag, 14. November 2013, 19.00 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig

Aus über 500 Einreichungen aus ganz Deutschlands, und - was uns besonders freut - mit einem hohen Anteil freier und auch ausländischer (Ko)-Produktionen, haben wir ein deutsches Wettbewerbsprogramm mit 30 Filmen in 5 Kategorien zusammengestellt. Die Auswahl zeichnet ein feinliniges Bild des Facettenreichtums und der Möglichkeiten deutscher Kurzfilmproduktionen. Darunter sind klassisch narrative Beiträge, aber auch solche, die mit den Konventionen brechen, aufstoßen, anecken, provozieren, die thematisch das Abseitige und Schräge wählen, oder in ihrer frischen und überraschenden Erzählweise auffallen.
Bei aller Vielfalt entdeckten wir auch thematische Schwerpunkte, denen sich die Filmemacher verstärkt gewidmet haben: Die Protagonisten durchleben ihre Obsessionen, landen, selbstgewählt oder von außen bestimmt, in ihrem ganz eigenen jeweiligen Exil. Sie kämpfen gegen die Maschinerie des Alltags, und trotz allem haben sie die Energie bewahrt, Kind zu sein. Am Ende tun sie Alles mit und nur aus Liebe.

Das Unlmited-Sichtungsteam: Jennifer Jones, Nicole Rebmann, Johannes Duncker, Christine Bernau, Felix Schledde, Eckhard Plöttner

UNBOXING EDEN

Neozoon
Deutschland 2013, 4'58", Experimental

Der Film Unboxing Eden ist eine YouTube-Collage über Schlangenzüchter und ihre Tiere. Das Video dokumentiert die Ankunft, die Zucht und den Umgang mit verschiedenen Schlangenarten in allen erdenklichen Größen.

CONTINUITY

Omer Fast
Deutschland 2012, 41', Fiktion

Torsten und Katja bereiten einen festlichen Empfang in ihrem Haus vor. Sie fahren zum Bahnhof und holen Daniel ab, ein schlaksiger junger Mann in Bundeswehruniform. Das Treffen ist unbeholfen: Die Eltern werden emotional, während der Sohn immer distanzierter und passiver wird, unsicher und komisch. Am nächsten Tag sitzen Torsten und Katja wieder in ihrem Auto und fahren zum Bahnhof.

DRANG NACH

Maurice Taube
Deutschland 2013, 9', Fiktion

Vier Momentaufnahmen verschiedener Leben, gefangen im Stillstand zwischen Einsamkeit und zwischenmenschlichem Wahnsinn. Ein skurril-tragikomischer Erzählreigen, in dem nichts einen Sinn ergibt – oder alles zusammen einen großen.


EAT

Moritz Krämer
Deutschland 2012, 6'30, Fiktion

Ein Fotoshooting. Das Model Helen ist genervt von ihrem Job. In der Garderobe entdeckt sie, dass alles um sie herum essbar ist - der Stuhl, der Fernseher, die Wände…

SCHWARZHERZ

Tamer Jandali
Deutschland 2012, 29', Fiktion

Schornsteinfegers Marvin weiß nicht, wo er so wirklich hingehört. Verspottet vom Vater und verstoßen von der Geliebten lebt er in seiner eigenen dunklen Welt, in der sich Traum und Wirklichkeit zu vermischen scheinen. Vielleicht ist er aber auch nur ständig zur falschen Zeit am falschen Ort? Am wohlsten fühlt Marvin sich auf den Dächern der Stadt und nicht in seinem eigenen, sondern im Leben fremder Menschen…

WETTBEWERB II – Maschinerien –
Freitag, 15. November 2013, 19.30 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig

KATHEDRALEN

Konrad Kästner
Deutschland 2013, 14'59", experimentelle Dokumentation

Die Stadt Ordos wurde für 2 Millionen Menschen geplant und in der chinesischen Steppe nahe zur Mongolei gebaut. Sie steht komplett leer, denn es war nie das Ziel, hier Menschen dauerhaft anzusiedeln. Der einzige Sinn dieser Stadt ist es, Anlagemöglichkeiten für Chinas neuen Reichtum zu schaffen. Vermischt mit einer Kurzgeschichte von Michael Ende streifen wir in diesem Film durch die Stadt, die keine ist. Es ist ein Gebilde babylonischen Ausmaßes, das wie kein anderer Ort für unseren unbändigen Glauben an das Geld steht.

Wind

Robert Löbel
Deutschland 2012, 03'49", Animation

Wind ist ein animierter Kurzfilm und zeigt den Alltag eines Volkes, das in einem sehr windigen Gebiet lebt. Scheinbar ohne Schutz ist es dem Wind ausgesetzt. Die Bewohner haben jedoch gelernt mit den schwierigen Lebensbedingungen umzugehen, und schaffen es, kreativ ihren Alltag zu meistern. Es wirkt beinahe so, als ob alles automatisch funktioniert und der Wind sogar sehr nützlich für ihre Lebensweise ist. Doch plötzlich hört der Wind auf mysteriöse Weise auf.

KOMM UND SPIEL

Daria Belova
Deuschland 2013, 30', Fiktion

Grisha, ein deutsch-russischer Junge, spielt Krieg im Berlin der Gegenwart, ein sensibler Ort für dieses Spiel. Es bringt die dunklen Schatten der Vergangenheit unerwartet in Bewegung. Die Bilder des Zweiten Weltkrieges kommen an die Oberfläche. Grisha findet sich im tatsächlich nicht beendeten Krieg wieder. Er irrt durch die Alpträume der Stadt, begegnet Tod und Verzweiflung und kämpft um sein Leben. Er wird mit der Grausamkeit eines jeden Krieges konfrontiert, aus dem es kein Entrinnen gibt.

ANFANG JUNI

Kerstin Neuwirth
Deutschland 2012, 11', Fiktion/Experimental

Zwischen Traum und Wirklichkeit: Eine ewig andauernde Erinnerung.






IT IS A YES FOR ME

Greta Gröttrup
Deutschland 2013, 5'52", Animation

Zweimal ja, einmal nein. Weltmeister, Superstar und Schönheitskönigin gehen in die nächste Runde.

SUDDEN DESTRUCTION

Bjørn Melhus
Deutschland 2012, 4'20", Experimental

Ein Mann in einem Hotel. Ein Fernsehmoderator. Ein regloser Körper, der plötzlich erwacht und in Krämpfen die „plötzliche Zerstörung“ postuliert. Apokalyptische Rhetorik ad absurdum geführt. Die Sprachzitate sind youtube-Videos von selbst ernannten, christlich evangelikalen Propheten entnommen.

NARRATOMAT

Daniel Jaroschik & Rouven Köhnen
Deutschland 2012, 24', Fiktion/Experimental

Drei schräge Charaktere müssen den Erzähler ihrer eigenen Geschichte finden, damit er sie (und auch ihre Welt) vor ihrer selbstgebauten Amok laufenden Erzählmaschine rettet.

WETTBEWERB III – Alles nur aus Liebe –
Freitag, 15. November 2013, 21.45 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig

FLUCHT NACH VORN

Florian Dietrich
Deutschland, 2012, 9', Fiktion

Besuchszimmer einer Berliner Justizvollzugsanstalt für Frauen. Die Haftgefangene Vicky beendet gerade hysterisch die Beziehung zu ihrem langjährigen Freund Wolf. Als Wolf das nicht verstehen will und sich auch noch mit den Vollzugsbeamten anlegt, wird er am Kragen aus dem Knast geschleift. Dort bleibt ihm nur eine Möglichkeit, seine Liebe zu retten...

SONNTAG 3

Jochen Kuhn
Deutschland 2012, 14', Animation

Der dritte Teil einer Reihe von Sonntagsausflügen. In Sonntag 3 hat der Protagonist ein Blind Date mit der Kanzlerin.



EIN WOCHENENDE IN DEUTSCHLAND

Jan Soldat
Deutschland 2013, 24'30", Dokumentation

Manfred und Jürgen, beide Mitte 70, genießen den freien Samstag. Sonnen, Gartenarbeit und Streit. Am Sonntag kommt Rosi, ein alter Bekannter, zur SM-Bondage-Session vorbei. Ein ganz normales Wochenende in Deutschland.

BOLES

Spela Cadez
Slovenien/Deutschland 2013, 12'18", Animation

Ein Puppentrickfim über die beiden Außenseiter Filip und Tereza, die in einer trostlosen Stadt in einem anonymen Wohnblock leben. Ihre Einsamkeit findet ein Ende, als Tereza Filip mit dem Wunsch aufsucht, Liebesbriefe an ihren Verlobten Boles zu schreiben. Filip willigt trotz Bedenken ein, und plötzlich nehmen die Geschehnisse eine ungeahnte und wundervolle Wendung...

WIE DU KÜSST

Eva Viola Trobisch
Deutschland 2012, 23', Fiktion

Nachdem sein Vater die Familie verlassen hat, ist Klemens als Mann im Hause nachgerückt. Mit seiner Mutter Kerstin lebt er innig und eingespielt ihren mehr oder eher weniger geregelten Alltag. Routiniert im Umgang mit Kerstins zeitweiligen Ein- und Ausbrüchen tut sich Klemens in seiner Zuneigung zu Lisa hingegen schwer. Doch seine erwachende Sexualität sucht einen Adressaten und bringt eine neue Farbe in das Mutter-Sohn-Verhältnis.

NASHORN IM GALOPP

Erik Schmitt
Deutschland 2012, 15', Fiktion

Bruno. Er ist der Motor, der sich auf die Suche nach der „Seele der Stadt“ macht, ohne genau zu wissen, was er tut. Geleitet von seiner Neugier, von seiner überbrodelnden Phantasie, und seinen schrägen, alles hinterfragenden Gedanken lüftet er Stück für Stück den krustigen Teppich der abgestumpften Wahrnehmung. Bruno sammelt Muster, Oberflächen, und Räume anhand derer er uns einen neuen Blickwinkel auf die Stadt verschafft.

WETTBEWERB IV – Exil -
Samstag, 16. November 2013, 19.30 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig

RAUCH

Franziska Krentzien
Deutschland 2012, 28'58", Fiktion

Die Heimat ein Kaff in Brandenburg, der Job am Fließband einer Ketchupfabrik, der Freund in den Westen abgehauen – wie viel Spielraum bleibt für Optimismus, wenn alle Umstände dagegen sprechen?

ÜBER RAUHEM GRUND

Youdid Kahveci
Deutschland 2012, 9', Fiktion

In einer Ur-Berliner-Eckkneipe sitzen die, die immer hier sitzen. Der Bierpreis wird erhöht, der Kapitalismus routiniert beschimpft und Banales grandios erzählt. Es wird gestritten und gebeichtet. Man kennt sich, man mag sich. Oder eben nicht, wie in einer Familie. Plötzlich tritt der Tod in den Raum und bringt endlich Leben in die Bude.

ENTSCHULDIGEN SIE BITTE DIE KURZE STÖRUNG

David M. Lorenz
Deutschland 2012, 13', Dokumentation

Die U-Bahn setzt sich in Bewegung und eine Stimme ertönt: „Meine Damen und Herren, entschuldigen Sie bitte die kurze Störung...“ Jeder sieht die Verkäuferin der bekannten Obdachlosen-Zeitung, doch was sieht SIE eigentlich?

Ein experimenteller Dokumentarfilm über Nicole Y. und ein Kurzfilm über die Hoffnung.

GRACELAND

Christian Hödl
Deutschland 2013, 11', Dokumentation

Angelika hat sich in ihrer kleinen Wohnung ein Leben rund um die Rock 'n' Roll-Legende Elvis Presley aufgebaut. Sie lebt zurückgezogen von der Welt, die ihr manchmal laut und schlecht erscheint.

DANIEL UND DIE RATTE

Géraldine Rod
Deutschland 2013, 18', Fiktion

Daniel, Wachmann in einem Naturkundemuseum, arbeitet jeden Tag umgeben von ausgestopften Tieren. Sein geordnetes Leben wird plötzlich auf den Kopf gestellt, als ein seltsamer Besucher beginnt, Daniel auf Schritt und Tritt zu verfolgen.

DIE RUHE BLEIBT

Stefan Kriekhaus
Deutschland 2013, 14', Fiktion

Ein Nachmittag am Rande eines großen Filmsets mitten in der französischen Pampa. Ein Praktikant läuft auf Position. Er ist dafür verantwortlich, die Straße abzusperren, wenn gedreht wird und wieder zu öffnen, wenn der Take vorüber ist. Die einzige Verbindung zum Set ist das Walkie Talkie. Langeweile macht sich breit. Die Berge liegen da wie hingegossen. Ein Trecker kommt vom Acker. Der Praktikant dreht sich um die eigene Achse. Die Zeit läuft langsam, und der Zuschauer wartet mit.
Die Betrachtung eines Nachmittags ohne Schnitt und Komma.

CAFÉ KONTAKT

Bernhard Marsch
Deutschland 2013, 10', Fiktion

Eine kleine Anekdote aus dem Köln der 90er: Susi und Sunny wollen zum Film, Lupo nach Hollywood. Im Café Kontakt kreuzen sich ihre Wege.
Ein kurzer Film über Lebensträume, die unerwartet wahr werden können.

Wettbewerb V – Kind sein –
Samstag, 16.11.2013, 21.45 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig

SCHWÖR

Lea Becker
Deutschland 2013, 12'08", Dokumentation

Aram, Sally und Espoir sind 15 und seit früher Kindheit beste Freunde. Trotz unterschiedlicher Herkunft gehen sie gemeinsam durchs Leben und wir beobachten sie dabei an einem Tag, der ist, wie jeder andere. Schwör ist das Portrait ihrer außergewöhnlichen Freundschaft.

NICHT DEN BODEN BERÜHREN

Mia Spengler
Deutschland 2013, 30', Fiktion

Die 90er Jahre: quietschbuntes Jahrzehnt der Selbstdarsteller. Mittendrin die15jährige Fila, die an der Kluft zwischen hart erarbeitetem Image und ihren wahren Gefühlen balanciert. Doch als die erste Liebe ins Spiel kommt, muss sie sich für eine Seite entscheiden.

DAS GESCHENK

Mariejosephin Schneider
Deutschland 2013, 12', Fiktion

Der kleine Thomas lebt in der Welt der Indianer, denn Indianer kennen keinen Schmerz. Doch ein Streit der Eltern infiltriert die Traumwelt des Jungen. Ein Film über den Kreislauf von Gewalt in der Familie, welchem ein Kind durch die bedingungslose Bindung an seine Eltern ausgeliefert ist.

FATHER

Ivan Bogdanov, Moritz Mayerhofer, Asparuh Petrov, Veljko Popovic, Rosita Raleva & Dim Yagodin
Deutschland/Bulgarien/Kroatien, 16'30", Animierte Dokumentation

Wann habt ihr zuletzt mit eurem Vater gesprochen? Werdet ihr jemals mit ihm über die Dinge sprechen, die euch verletzt haben? In Father wird das reale Leben auf den Kopf gestellt, um einen unmöglichen Dialog zu ermöglichen – den Dialog zwischen Kind und Vater, den es eigentlich so niemals gibt.

VON HUNDEN UND TAPETEN

Visar Morina
Deutschland 2013, 29'54", Fiktion

Paul besucht seine in die Jahre gekommenen Eltern. Während sich der Vater mittlerweile einer Freikirche angeschlossen hat, sitzt die Mutter im Rollstuhl und verlässt nie die Wohnung. Paul ist das alles neu. Seit Jahren war er nicht da. Diesmal kam er auch nur, nachdem der Vater ihm Geld versprach, wenn er für die Zeit der Reise, die sein Vater mit der Freikirche antreten will, auf die Mutter aufpasst.

OMAS DILEMMA

Daniel Seideneder
Deutschland 2013, 3', Dokumentation

Omas Dilemma: Eine Kurz-Experimental-Dokumentation über würdiges Altwerden, gescheiterte Schlichtungsversuche, Einsamkeit und einen ganz scheuen Kater, der dringend Nachbarschaftshilfe benötigt.

KÖLNER FENSTER I
Samstag, 16. November 2013, 20.00 Uhr, Odeon

Neben dem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb werfen wir dieses Jahr in unserem Köln Spezial unser zweites Auge auf das filmische Schaffen der Kölner Filmhochschulen und der freien Produktionen.
In zwei Blöcken stellen wir vielversprechende Kurzfilmproduktionen aus diesem und dem letzten Jahr vor, die sowohl laute medien- und gesellschaftskritische als auch leisere private Töne anschlagen.
In diesem Jahr kann der WDR / Einsfestival-Preis nicht nur an einen der Filme aus dem Wettbewerb, sondern genauso gut an einen Beitrag aus dem Köln Spezial Programm gehen. Damit möchten wir dem regionalen Programm den Stellenwert zuweisen, den es innerhalb unseres Festivals verdient. Außerdem wird auch in dieser Kategorie ein Publikumspreis vergeben.

ARARAT

Engin Kundag
Köln 2012, 25'19'', Fiktion

Noahs Vater ist gestorben. Seit zehn Jahren hatten die beiden keinen Kontakt mehr. Jetzt ist Noah 4.000 Kilometer aus Deutschland angereist und begräbt den Vater am Fuße des Berges Ararat. Noah hat seine Wurzeln gekappt und spürt dennoch ebenso widerwillig wie sehnsüchtig, dass in ihm etwas Ungreifbares von dieser vergessenen Welt geblieben ist.

TOMO

Florian Heinzen-Ziob
Köln 2013, 23'18", Fiktion

Drei Monate arbeitete und lebte Tomo bei den Neumanns, einer ganz normalen Mittelklassefamilie. Jetzt liegt der Roboter auf dem Grund des Swimmingpools. War es ein Unfall oder ein Verbrechen? Ein Kurzfilm über die Faszination des Fremden und die Angst davor.

CRUZ VERDE

Sandra Birkner
Köln/Arles/Barcelona 2012, 28'26", Fiktion

Ein Anruf bringt das Leben der 24-jährigen Mia aus dem Gleichgewicht: Die Nachricht über den plötzlichen Tod ihrer Freundin Karla. Um der Trauer zu entkommen, begibt sie sich auf die Reise, um Karlas letzte Tage nachzuempfinden. Angetrieben von Schuldgefühlen führt ihr Weg nach Barcelona.

WAREHOUSE

Jakob Weiss
Köln 2012, 06'18", Animation

Auf der Suche nach ihrem Sohn verliert sich die Mutter des kleinen Jakob in einem Gewirr aus Korridoren und Warenregalen – stets verfolgt von den energischen Durchsagen der Kinderbetreuung.


TRAUMFABRIK

Dominik Siebel
Köln 2013, 25'22", Fiktion

Während einer Abendvorstellung im städtischen Multiplex-Kino werden die Zuschauer plötzlich aus der Film-Realität gerissen: Karsten, charismatischer Anführer einer Gruppe Weltverbesserer, unterbricht den laufenden Film, tritt vor die jetzt stille, weiße Leinwand und beginnt dem protestierenden Publikum einen Text über strukturelle Gewalt und globale Ungerechtigkeit vorzutragen. Spätestens als erste Schüsse fallen, erkennen die Zuschauer, dass sie sich in einer ernsthaft bedrohlichen Lage befinden und es keinen Ausweg aus dem versperrten Kino zu geben scheint.

KÖLNER FENSTER II
Samstag, 16. November 2013, 22.15 Uhr, Odeon

TOTHOLZ

Frederik Geisler
Köln 2013, 17'30",Fiktion

Eine junge Forstanwärterin versucht ihren Weg in der Männerdomäne des Förstereibetriebs zu finden. Als sie im Wald einen Jugendlichen beim Holzdiebstahl beobachtet nimmt sie seine Spur auf und gerät in einen persönlichen Konflikt.

PLAYHOUSE OF A.

Benjamin Schindler
Köln 2013, 30'38", Dokumentation

Playhouse of A. ist eine Sinfonie über die im Wandel begriffene amerikanische Kultur und deren Mythos. Aus Angst, der Zauber könnte einem profanen Dasein im Kanon der Kulturen anheim fallen, beantwortet sie diese mit einer omnipräsenten Bilderflut, die den Mythos in aller Welt zementieren soll. .

VOM ZAUBER DES VERSCHWINDENS

Markus Wulf
Köln 2012, 13'21", Fiktion

Ein Knall und nichts ist mehr, wie es war. Das Auto überschlägt sich und Nico Fischer, ein 40 jähriger Physiker, findet sich kopfüber in einer Welt wieder, die für ihn alle Selbstverständlichkeit verloren hat. Da, wo vorher Fragen und Antworten waren, sind nur noch Fragen geblieben.

DER PITCH

Markus Mischkowski & Kai Maria Steinkühler
Köln 2013, 3'58", Fiktion

Könnte man heute noch das Konzept der Sesamstraße – mit Schlemihl, Ernie & Bert, Oskar und Grobi – einer TV-Redakteurin "verkaufen"? Verwegene Versuchsanordnung und ultimativer Ein- u. Ausstiegsfilm für alle Pitching- und Drehbuchseminare.


ZU DIR

Sylvia Borges
Köln 2012, 28'46", Fiktion

Freya trifft Max auf der Tanzfläche eines Clubs. Sie verstehen sich ohne Worte. Tanz ist die einzige Sprache, die sie brauchen. Als im Club das Licht angeschaltet wird und die Musik ausgeht, fühlen sie sich in die kalte Realität zurückgeworfen. Draußen fragt er sie: "Zu mir oder zu dir?" Doch sie bietet ihm ein größeres Abenteuer als einen normalen One-Night-Stand. Um sich näher zu kommen, gehen sie getrennte Wege.